Mathematik ist überall!

Kreisrunder Blumentopf

Viele denken bei Mathematik nur an Rechnen, Formeln und seltsame Begriffe und Symbole. Aber Mathematik ist mehr und begegnet uns überall im Alltag, in Natur, Gesellschaft und Kultur. Wer einkauft oder ein Essen nach Rezept zubereitet, wendet ebenso Mathematik an wie der Musiker, der mit seiner Band einen Song in a-Moll im Dreivierteltakt spielt oder der Radfahrer, der eine hügelige, kurvige Straße entlangfährt. Mathematik findet sich sogar in den Mustern der Blüten von Sonnenblumen oder in der Struktur von Schneckenhäusern. 

Zum Mathematik Lernen gehört natürlich auch, die mathematische Sprache zu lernen, aber das ist eben nicht alles. Viele mathematischen Phänomene und Objekte lassen sich direkt erleben, und im Mathematikunterricht machen wir solche Phänomene durch Experimente erfahrbar und entdecken mathematische Strukturen im Alltag.  

In der Geometrie können wir Formen und Figuren und Zusammenhänge zwischen ihnen durch Basteln, Anfassen, Messen und Zeichnen erforschen. In der Stochastik lernen wir mit Daten und Zufall zu arbeiten: Wir können beispielsweise Umfragen in der Klasse auswerten und mit Diagrammen veranschaulichen, mit Hilfe von Experimenten können wir uns überlegen, ob ein Spiel "fair" ist, oder wir errechnen, wie wahrscheinlich es ist, einen Sechser im Lotto zu haben. In der Algebra entdecken wir Gesetzmäßigkeiten des Rechnens aber auch funktionale Zusammenhänge zwischen Zahlen und Größen. Damit können wir Fragen beantworten wie beispielsweise: Nach welcher Zeit sollte man den Schokopudding, der nicht gekühlt ist, besser nicht mehr essen? Wann ist der Gartenteich ganz mit Algen bedeckt, wenn man nichts gegen sie unternimmt? Aber auch, wann muss der oben genannte Radfahrer den Lenker einschlagen, um die nächste Kurve zu nehmen? 

Zum Experimentieren und Entdecken brauchen wir natürlich auch Werkzeuge. Wir benutzen aber nicht nur Zirkel, Geodreieck und Lineal, sondern entdecken Zusammenhänge auch mit Hilfe von Geometriesoftware am Computer oder stellen unsere statistischen Daten mit Hilfe des Computers dar. Ab dem 7. Schuljahr übernimmt der Taschenrechner die reine Rechenarbeit, damit wir uns ganz auf das kreative Problemlösen und Entdecken konzentrieren können. In der Oberstufe werden funktionale Zusammenhänge durch die Benutzung eines graphischen Taschenrechners sichtbar und erfahrbar gemacht und wir können damit auch Zufallsversuche simulieren. 

Und wer so eifrig experimentiert, entdeckt, schlussfolgert, logisch denkt und sich durch Probleme "durchbeißt", der möchte natürlich auch mal seine Kräfte mit anderen messen. Daher bieten wir unseren Schülern auch die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in schul- und landesübergreifenden Wettbewerben wie der Mathe-Olympiade, dem Känguru-Wettbewerb, dem Wettbewerb Pangea und dem Planspiel Stadt zu messen.