Planspiel Stadt

Krefeld und das Fichte-Gymnasium machen mit beim "Planspiel Stadt" im Wissenschaftsjahr 2008

Insgesamt 23 bundesdeutsche Städte machen mit beim "Planspiel Stadt" im Wissenschaftsjahr 2008 – Jahr der Mathematik und vermitteln so die Verbindung zwischen anwendungsbezogener Mathematik und Stadtplanung. Kinder und Jugendliche werfen einen Blick hinter die Kulissen der Stadtverwaltung, lernen die Anwendungsbreite der Mathematik im Gemeinwesen kennen und berechnen auch selbst städtische Planungsaufgaben.

Das "Planspiel Stadt" ist eine Kooperation des Deutschen Städtetages mit dem Jahr der Mathematik und richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren. Informationen zum "Planspiel Stadt" finden Sie unter www.staedte-im-wissenschaftsjahr.de, zum Jahr der Mathematik unter www.jahr-der-mathematik.de.

Schüler planen Nahverkehr: "So macht Mathe Spaß"

Die 11- bis 16-jährigen Schüler des Fichte-Gymnasiums setzen sich mit den Schwerpunkten Verkehr und Mathematik auseinander.

Krefeld. Das Fichte Gymnasium nimmt in Kooperation mit der Stadt am bundesweiten "Planspiel Stadt" teil. Insgesamt 22 Schüler setzen sich mit Schwerpunkt Verkehr und Mathematik auseinander.

Die 11- bis 16-Jährigen wurden in zwei verschiedenen Gruppen eingeteilt. Die Sechst- und Siebtklässler beschäftigen sich mit dem Thema "Planung einer neuen Nahverkehrsanbindung im Krefelder Stadtgebiet". Dabei untersuchen sie unter anderem die Positionierung von Haltestellen, Taktung und den Fahrzeug-und Personalbedarf

Die andere Gruppe, Schüler der Klassen 7 bis 10, bearbeiten die "Optimierung von Ampelschaltungen", sie beobachten die Ampelschaltung der Kreuzung Marktstraße/ Weeserweg zum Fichte Gymnasium. Dabei werden die Schüler vor allem die Verkehrsströme, die Belastung der Kreuzung zu verschiedene Tageszeiten untersuchen.

Michael Casper Projektleiter der Klassen 7 bis 10 erklärt , dass es viel mehr Bewerbungen als Plätzte für das Projekt gab. Insgesamt haben sich 50 Schüler für das Projekt gemeldet und es konnten nur 20 Schüler der Jahrgangsstufe 6 bis 10 ins Projekt aufgenommen werden. Bei den Schülern die nicht genommen wurden, flossen sogar Tränen so Casper.

Unterstützt werden die Schüler nicht nur von ihren Lehrern Michael Casper und Simone Wölke, sondern auch von jeweils zwei Schülertutoren der Jahrgangsstufe 11, die neben dem Lehren als direkter Ansprechpartner dienen.

Am Ende des Projektes fahren alle Projektteilnehmer eine Woche ins Schullandheim Burg Bischofstein. Dort bereiten sie dann die Präsentation ihrer Projekte vor. Bei der Präsentation ihres Planspiels haben die Schüler alle Freiheiten und können ihren Ideen freien Lauf lassen.

Durch die Teilnahme am Planspiel können die Schüler schon früh Kontakte zur Stadt knüpfen. Außerdem lernen sie, dass das Fach Mathematik nicht ganz so trocken ist wie man eigentlich glaubt und man Mathe später im Leben in verschiedenen Berufen anwenden muss.

Die zwei Mädchen Claire (13) und Liubou (14) haben sich bewusst für das Projekt entschieden, da sie sich sehr für Mathe interessieren und es toll finden, dass man Mathematik auch mal im Alltag verwenden kann. Am meisten freuen sich die Schüler natürlich auf die Projektfahrt.

(aus dem Artikel von Stefanie Schepers, Westdeutsche Zeitung, 15.09.08)