Was die Welt "im Innersten zusammenhält"

Spannende Gewässeruntersuchung

Wer heute fragt, was „die Welt im Innersten zusammenhält“, erkundigt sich bei den Naturwissenschaften Physik, Chemie, Biologie. Kein Zweifel: Naturwissenschaft und Technik prägen entscheidend unser Weltbild. Sie beeinflussen unser Menschenbild, unsere Zukunftsängste und –hoffnungen sowie unsere Wertvorstellungen. Allerdings ist die gesellschaftliche und vielleicht auch politische Wertschätzung der Naturwissenschaften in Deutschland – im Vergleich mit anderen Staaten – weniger ausgeprägt. Physik gilt als schwierig und undurchschaubar, die Atomphysik wird skeptisch beurteilt. Negativschlagzeilen über die chemische Industrie verstärken Vorurteile gegenüber der Chemie als Wissenschaft, die Biowissenschaften müssen gesetzliche Einschränkungen hinnehmen.

Es kann nicht verwundern, wenn die naturwissenschaften Fächer aufgrund dieser gesellschaftlichen Voreinstellung lange Jahre ein Sorgenkind des deutschen Bildungswesens gewesen sind und die Zahl der Studierenden in diesem Bereich erst seit kurzer Zeit wieder zunimmt. Die Sorge, dass ein sich abzeichnender Mangel an qualifiziertem Nachwuchs in diesem Bereich negative Auswirkungen auf ein Land haben könnte, dessen Wohlstand auf dem Export hochwertiger Industrieprodukte und der Entwicklung neuer Technologien fußt, hat seit kurzem zu einem Umdenken geführt. Produziert werden kann nur, wenn Ingenieure, Physiker, Chemiker und Biologen zuvor die notwendige Forschungs- und Entwicklungsarbeit geleistet haben.

Neuer Biologieraum

Bund, Länder und private Unternehmen starten nun Initiativen, um die Naturwissenschaften in den Schulen zu stärken. Seit beinahe 160 Jahren macht das Fichte-Gymnasium es sich unverändert zur Aufgabe, seine Schülerinnen und Schüler in die Welt von Biologie, Chemie und Physik einzuführen und ihnen naturwissenschaftliche Bildung zuteil werden zu lassen. So gibt es im Schuljahr 2008/2009 für die Klassen 5 zwei zusätzliche Unterrichtsstunden "Freies Experimentieren" mit chemischen bzw. physikalischen Themen, wie z.B. "Rund ums Ei". Im November 2008 wurde ein neuer Biologieraum eröffnet, der auf dem neuesten technischen und medialen Stand fächerübergreifend genutzt wird. In unser Patenschaftsprojekt "Niepkuhlen" sind die Untere Landschaftsschutzbehörde und städtische Ämter einbezogen, um die Schülerinnen und Schüler lebensnah und berufsbezogen zu unterrichten.

Es wäre jedoch verfehlt, wenn man die naturwissenschaftliche Bildung allein vom Nützlichkeitsgedanken aus begründen würde. Unsere Schülerinnen und Schüler gewinnen in den Fächern Biologie, Chemie und Physik Einblicke in eine umfassende Ordnung der Natur und werden in besonderem Maße zur Sachlichkeit, zur Begriffsklarheit und zur kritischen Betrachtung erzogen. Im 21. Jahrhundert entlässt die Schule ihre Abiturienten zudem in der Hoffnung, dass sie durch die Belegung von Grund- und Leistungskursen in den naturwissenschaftlichen Fächern gelernt haben, im Beruf wie im Privatleben verantwortungsbewusst mit den neuen Möglichkeiten dieser Wissenschaften umzugehen.

Wer genauer nachlesen möchte, wie die Entwicklung des Fichte-Gymnaisums von der Gewerbeschule zum Naturwissenschaftlichen Gymnaisum verlief, kann dies unter "Naucks_ Erben.pdf" tun.

Naucks_Erben.pdf

Naucks Erben

1.9 M