Jugend musiziert – Musik, Stress und eine Menge Spaß

In den warmen Einspielräumen der „Musikhochschule Saarbrücken“ herrscht stickige Luft. Überall liegen offene Koffer verschiedener Größen und Formen herum. Alle sind aufgeregt, das merkt man an der Stimmung. Es ist ein warmer Maitag, viele laufen in T-Shirt und kurzer Hose durch die Schule.

Vom 9. bis zum 17. Mai treffen sich hier in der Landeshauptstadt des Saarlandes, Saarbrücken, junge Musiker im Alter von 13 bis 22 Jahren aus ganz Deutschland zum Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“. Sie alle möchten in den 1000 Wertungen vor den 97 Juroren mit ihrem Vorspiel einen guten Eindruck machen.

Jedes Jahr gibt es andere Kategorien. Dieses Jahr sieht man viele Ensembles, Duos, Trios, Quartette und Quintette, manchmal sogar noch größere Gruppen, die zusammen musizieren und mit Sicherheit viel Spaß haben.

Bevor diese rund 2080 jungen Menschen zum Bundeswettbewerb zugelassen werden, müssen sie einen Regional- und einen Landeswettbewerb mit möglichst vielen von den 25 möglichen Punkten überstehen. Im Regionalwettbewerb müssen die Jugendlichen, die fast ausnahmslos Schüler sind und für einen oder zwei Tage vom Unterricht befreit wurden, gegen Konkurrenten aus ihrer näheren Umgebung „antreten“, im Landeswettbewerb treffen sich alle Teilnehmer aus einem Bundesland; für die Nordrhein-Westfalen war der Treffpunkt die Stadt Münster.

Es gibt jedes Jahr viele glückliche Gewinner, die müde, lächelnd und glücklich ihren Preis, dieses Jahr ein Bild von Künstlern der „Kunsthochschule Saarbrücken“, entgegennehmen.

Aber egal, ob man gewinnt, verliert oder im guten Mittelfeld ist, man macht sehr große positive Erfahrungen und Fortschritte in seinem Fach, man trifft neue Leute oder schließt sogar neue Freundschaften.

Immer noch werden die Sieger des Bundeswettbewerbes für Auftritte bei Festivals, Rathäusern und Theatern gebucht.

Hanna Eberhardt, 9c