Kultur, Kaffee und Schmankerln ohne Ende: Das ist Wien!

Organisation und Begleitung: Herr Stermann, Herr Popovic, Frau Braunschweig und Frau Wagner

Eine einwöchige Studienfahrt der Stufe 13 im Oktober 2010

Nach einer längeren Busfahrt wussten wir, dass wir angekommen waren: Die Werbetafeln einer populären Fastfood-Kette begrüßten uns mit den Worten "Viel good" und "Kau Boy". Dieser literarische Augenschmaus ließ uns auf eine spannende Woche in Wien hoffen. Nach Ankunft konnten wir unsere sehr angenehme Unterkunft beziehen. Mit großem Interesse stürzten sich die Mitglieder der Stufe 13 und ihre vier Begleiter in das Wiener Gewusel und merkten schon früh, dass sie sich in einer ganz besonderen Stadt befinden. Allein der erste Eindruck ließ die Prognose zu, dass man in der bevorstehenden Woche viele neue Erfahrungen sowie aufregende Momente erleben würde. Vorab: Dies kann man im Nachhinein nur bestätigen!

Zu allererst wurde am Ankunftstag eine Orientierungsphase eingeleitet. Wie in jeder Großstadt ist es notwendig, dass man sich zurecht findet und einen kleinen Überblick erhält. Aufgrund dessen startete das eigentliche Programm erst am nächsten Tag mit einer Stadtführung. Die Stufe wurde in zwei Gruppen gesplittet, so dass der eine Teil einen lebhaften Rundgang unter der Leitung von Frau Braunschweig miterlebte, der andere von einem Wiener Stadtführer geleitet wurde. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde den Teilnehmern bewusst, dass Wiens historischer Stadtkern mit seiner Vielzahl an Sehenswürdigkeiten einzigartig ist. Nicht nur die architektonisch wundervollen alten Gebäude, sondern auch das kulturelle Angebot sowie das Wiener Stadtleben mit seiner Vitalität überzeugten klar. Ein besonderer Höhepunkt dieses Tages war sicherlich die Besichtigung des Stephansdoms, der eine wahrhaft imposante Wirkung auf jeden Besucher entfaltet. Neben diesem bleiben einem aber auch die Wiener Oper, das Basiliskenhaus, das urkundlich bereits 1212 erscheint, oder das kunsthistorische Museum in Erinnerung. Genauso ist die Stadt Wien durch eine große Individualität und Vielschichtigkeit gekennzeichnet. Beispielsweise zeugt das "Kleine Café" von diesem ganz besonderen Charakter, den manch andere Großstadt durch ihre Oberflächlichkeit verloren hat. Auch in kulinarischer Hinsicht konnte man während dieser Führung vieles über die Traditionen lernen. So streifte man an den berühmten Kaffeehäusern vorbei, die einen davon überzeugen möchten, doch in den Genuss einer Sachertorte mit einer Wiener Melange zu kommen. Zugleich liegt der Duft des "Zum Figlmüller" in der Luft. An anderer Ecke wird man durch das Gasthaus "Pfudl" mit seinem Spruch: "Iß und trink und setz Di nieder. Nimm Dir Zeit und kum bald wieder." in seinen Bann gezogen. Neben diesen Aspekten erkennt man die Wiener Liebe zu Pferden mit ihren weltberühmten Fiakern, die natürlich für alle Touristen eine Attraktion darstellen.

Schloss Schönbrunn: Atemberaubende Parkanlage

An einem anderen Tag schlossen sich eine Reihe von Museumsbesuchen an. Darunter waren das Museum Hundertwasser (Kunst Haus Wien), das Sigmund Freud Museum, das Technische Museum sowie das Haus der Musik. Auf eine herausragende Zustimmung stießen vor allem die beiden letzteren, da diese die Möglichkeit eröffneten, ganz persönliche und eigenständige Erfahrungen zu sammeln. Durch eine vielfältige Auswahl konnte das Interesse unserer Stufe sehr schnell geweckt werden, zumal die Chance bestand, im Haus der Musik selbst die Funktion eines Dirigenten wahrzunehmen oder im Technischen Museum Maschinen auszutesten.

Neben diesen Museumsbesuchen kann man die Besichtigung des Schloss Schönbrunn als weiteren signifikanten Punkt der Studienfahrt nennen. Nicht nur das Schloss selbst und die prächtige Parkanlage sind atemberaubend, sondern auch die wundervolle Aussicht über ganz Wien. Diese Aussicht stellt natürlich eine enge Verknüpfung zum Prater dar, einem fast ganzjährig geöffneten Vergnügungspark, dessen altes Riesenrad zu einem wichtigen Wiener Wahrzeichen geworden ist.

Zwei letzte, aber dennoch ganz wichtige Veranstaltungen der Studienfahrt sind der Besuch von Robert Pfaller und die angeschlossene Diskussion über seine philosophische Theorie, aber vor allem auch der Gang ins Theater Akzent in Wien mit den Kabarettisten Stermann & Grissemann, die ein unheimliches komödiantisches Talent zeigten und den Nerv der Zeit sehr gut trafen.

Abgerundet wurde diese tolle Studienfahrt mit einem gemeinsamen Beisammensein und Abendessen, so dass der Zusammenhalt der Stufe noch weiter gestärkt wurde.

Fazit: Eine insgesamt auf jeden Fall lohnenswerte Reise.

Max Keilhau