Freiarbeit in der Erprobungsstufe

Was ist Freiarbeit? 

Freiarbeit ist ein Unterrichtsprinzip, bei dem Unterricht anders organisiert ist.

Schülerinnen und Schüler wählen aus einem Übersichtsplan Aufgaben; sie legen ihr individuelles Lerntempo fest, entscheiden, ob sie allein oder mit anderen arbeiten. Je nach Möglichkeit können sie sich auch einen anderen geeigneten Arbeitsplatz suchen. Sie bestimmen also ihren eigenen Lernprozess  mit.

Das Material bietet vielfältige Anlässe zum Üben und Wiederholen, es enthält aber auch umfangreichere und schwierigere Aufgaben. Besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler können ein Thema frei wählen, zu dem sie recherchieren, Ergebnisse zusammenstellen und sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern präsentieren.

Die Arbeitspläne enthalten Pflicht- und Wahlaufgaben. Anhand von Lösungsblättern können die Schülerinnen und Schüler ihre Leistungen meist selbst überprüfen, es findet aber auch eine Kontrolle durch den Fachlehrer statt.

Der Fachlehrer stellt das Lernangebot zusammen; während des Unterrichts ist er Berater für die Schüler und Beobachter des Lernprozesses. 
 

Warum bieten wir Freiarbeit in unserer Schule an? 

Freiarbeit öffnet den Unterricht und schafft eine positive Lernatmosphäre. Sie bietet eine Möglichkeit, durch Binnendifferenzierung unterschiedliche Ziele zu verfolgen: Individuelles Leistungsvermögen kann so berücksichtigt werden; selbstständiges Lernen und Verantwortung für den Lernprozess werden gefördert, zugleich wird Teamfähigkeit entwickelt. Freiarbeit ermöglicht eine unterrichtsbegleitende Qualitätssicherung. 
 

Wie ist Freiarbeit an unserer Schule organisiert? 

Freiarbeit kennen unsere Kinder aus der Grundschule. Wir führen dieses bewährte  Unterrichtskonzept in der Erprobungsstufe fort und bieten es fachgebunden in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik jeweils in einer fünften Klasse an.

Jedes Kind führt einen Ordner, der den Arbeits- und Lernprozess dokumentiert. Er  kann bei Beratungsgesprächen hinzugezogen werden.