Verknotete Mathematik

Am Donnerstag, dem 11.09.08 unternahm der neue Mathematik – Leistungskurs am Fichte eine Exkursion zum Schülertag an der Universität in Bochum. Nachdem sich die von unserem Lehrer Herrn Casper geleitete Reisegruppe um Viertel vor acht am Krefelder Hauptbahnhof eingefunden hatte, begann eine Reise mitten ins Ruhrgebiet, die schließlich an der U-Bahn-Haltestelle "Ruhr-Universität" ein Ende hatte.

Zunächst erwarteten uns unsere beiden "Lehrer", die sich vorstellten, uns mit  Getränken für den Tag ausrüsteten und mitteilten, unseren Workshop am Nachmittag zum Thema "Die Darstellung von Knoten als Polynome" zu leiten.

Als wir uns dann zusammen mit den anderen geladenen Schülergruppen, die sich alle etwa in unserem Alter befanden, in einem Hörsaal eingefunden hatten, schien sich der Höhepunkt des Tages recht schnell anzubahnen: Begrüßungsworte von unserer Schul- und Kultusministerin Barbara Sommer, in denen sie insbesondere die Wichtigkeit jedes Einzelnen, Lehrer sowie Schüler zum Besten gab.

Es folgten einige Vorträge von Mathematikprofessoren, die sich unter anderem mit der Herkunft der heutigen Sprechweise von Zahlen und deren Auswirkung auf den Alltag beschäftigten. Darüber hinaus wurde auch unser späterer Workshop durch einen halbstündigen Vortrag zu genau diesem Thema, nämlich die Darstellung von Knoten als Polynome. Uns war allen recht schnell klar, dass dies ein anstrengender Nachmittag werden würde.

Um sich vom Schock zu erholen, wurde den teilnehmenden Schülern ein Essen in der Universitätskantine spendiert, das im Gesamtpaket wirklich mehr als ordentlich war.

Nach einer entspannenden Mittagspause, in der die Gesprächsthemen an den Tischen sich weniger um Knoten und Polynomen, Zahlen und sonstige mathematische Begriffe drehten, begann der tatsächliche Ernst des Tages: Unser Workshop, geleitet von den oben genannten beiden Personen, die – wie sich herausstellte - Mathematikstudentin und Mathematikdoktorand waren.

Uns wurden drei verschiedene Verfahren gezeigt, die es tatsächlich möglich machen, Knoten wie der Schnürsenkelschleife, als Polynome darzustellen. Während die eigenen Versuche, zumindest bei mir, oft an der Komplexität der Arbeitsschritte scheiterte, bewiesen unsere beiden Lehrer große Geduld und gingen gerne auf Probleme Einzelner ein.

Um 16:30 ging für uns ein aufschlussreicher Tag in Sachen Knoten und Polynomen, aber, und das ist vielleicht noch wichtiger, in Sachen Mathematikstudium zu Ende. (sg)