"Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt"

Mitglieder der A.I. Gruppe

Dieses Zitat aus dem Talmud verdeutlicht die essentielle Arbeit der Amnesty-International- Jugendgruppe am Fichte-Gymnasium und verweist damit auch auf ihre Relevanz.

Die Geschichte der weltweit größten Menschenrechtsorganisation, die heute mehr als 2,2 Millionen Mitglieder in über 150 Ländern umfasst, begann mit einem Artikel in der britischen Zeitung "The Observer" im Jahre 1961. Ein Aufruf an die Leser, sich mit Briefen an die Regierungen Gefangener zu wenden, die aufgrund ihrer politischen Einstellung und Auffassung inhaftiert, gefoltert und sogar ermordet werden, war der Anfang von Amnesty International.

Die Recherchen und Arbeiten an einem Referat über Amnesty International, welches uns einen guten Einblick in die Aufgaben und Tätigkeiten dieser Menschenrechtsorganisation vermittelte, leitete die Gründung einer Jugendgruppe von Amnesty International (ai) an unserer Schule ein. Inzwischen existiert die ai-Jugendgruppe 1805 seit Juli 2008 und umfasst rund 29 Mitglieder aus den Jahrgangsstufen 8 bis 13.

Unsere erste Aktion, die wir gemeinsam organisierten und durchführten, war die "STAND UP AND TAKE ACTION" – Aktion, bei der es darum ging, möglichst viele Menschen zum symbolischen Aufstehen zu mobilisieren, um ein klares Zeichen für eine Welt ohne Armut zu setzen. Dank der regen Teilnahme unserer Schüler und Lehrer leisteten wir nicht nur einen Beitrag zum Guinness-Weltrekord - weltweit standen nämlich knapp 117 Millionen Menschen auf -, sondern wir machten auch deutlich, etwas verändern zu wollen hinsichtlich der Bekämpfung von Armut und Hunger in der Welt.

Eine mindestens genauso große und positive Resonanz zeigte unsere nächste Aktion, die wir an zwei Schultagen in den jeweiligen Pausen abhielten. Die Rede ist von der "Red Hand" – Aktion, die die Intention verfolgt, die Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten  durch Armeen der Regierungen oder auch Rebellentruppen zu unterbinden. Rote Handabdrücke mit einer persönlichen Botschaft an die Betroffenen, die die Vereinten Nationen in New York in Empfang nehmen werden,  zeigen den deutlichen Protest gegen das unmoralische Vorgehen der Regierungen und Rebellentruppen.  

Ferner bemühen wir uns auch darum, nicht nur Schüler und Lehrer in Kenntnis über Menschenrechtsverletzungen und -arbeit zu setzen, sondern auch das Interesse der Bürger unserer Stadt zu wecken, indem wir unter anderem Informationsstände in der Krefelder Innenstadt  aufbauen.

Im Jahre 2009 wird es für unsere Gruppe auch die Möglichkeit geben, im Rahmen der Kinderexpo, die jährlich im Krefelder Freizeitzentrum Süd stattfindet, über unsere Menschenrechtsarbeit zu informieren.

Darüber hinaus versuchen wir auch, mit dem Sammeln von Unterschriften oder dem Abschicken von E-Mails (z.B. in sogenannten "Urgent Actions") akut bedrohten Menschen in der ganzen Welt zu helfen, die aufgrund ihrer politischen Auffassung verfolgt und auch schließlich getötet werden. Nähere Informationen zu solche Aktionen erhalten Sie sowohl auf der offiziellen Homepage von Amnesty International in Deutschland als auch auf unserer noch relativ jungen Homepage. Falls Sie Fragen haben, besteht auf unserer Homepage auch die Möglichkeit, sich über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung zu setzen.

Bei unserer Arbeit ist die Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die vor 60 Jahren von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde, für uns von sehr großer Bedeutung.  Der erste Artikel "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren" ist auch mit dem ersten Artikel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ("Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.") zu vergleichen. Die Würde des Menschen, die in beiden Resolutionen verankert ist, ist von sehr hoher Priorität für ein gemeinschaftliches und soziales Zusammenleben, welches unsere Jugendgruppe zu fördern versucht.

Uns macht die Menschenrechtsarbeit selbst nicht nur Spaß, sondern wir erachten es gerade für wichtig, möglichst viele Leute für unsere Arbeit zu begeistern, damit überall geholfen werden kann, da Hilfe in vielen Ländern der Welt vonnöten ist. Doch um effektiv helfen zu können, sind viele freiwillige Helfer unerlässlich.

Arthur Eirich, Stufe 11