Neuer Chemiesaal fürs "Fichte"

Schulleiterin Waltraud Fröchte begutachtet den Saal mit Schülern. Foto: Königs

Krefeld (RP). Für 85000 Euro ist der Chemieraum des Fichte-Gymnasiums saniert worden. Gestern wurde er feierlich eröffnet.

Der Raum in den Farben Schwarz, Grau und Blau besitzt ein Deckenversorgungssystem, das unter der Raumdecke aufgehängt ist und nach Belieben heruntergeklappt werden kann. Darin integriert sind eine wartungsfreie energieeffiziente LED-Beleuchtung und ein moderner Absauger für Gefahrenstoffe beim Experimentieren.

"Dieses System hat es uns ermöglicht, Wände und Fußböden zu schonen und dennoch eine multifunktionale Nutzung des Raumes zu ermöglichen", sagt Falko Collins vom Zentralen Gebäudemanagement der Schulverwaltung. Die Schülertische für wechselnde Arbeitsgruppen flexibel zusammengestellt werden, was Schülern mit körperlicher Behinderung entgegenkommt.

Den versammelten Fünftklässlern war die Freude auf die bevorstehenden Weihnachtsferien bei der Eröffnung gestern herauszuhören. Eingeladen hatte Direktorin Fröchte den ehemaligen Schüler Eberhard Kunze, der vor 50 Jahren am "Fichte" Abitur gemacht hat, Chemie studierte und nach seiner Promotion bei Bayer sein Berufsleben verbrachte.

"Heute weihen wir den neuen Chemiesaal ein. Daher wird die traditionelle Nikolausshow der Schule ersetzt durch eine Zaubershow der Zauber- und der Chemie-AG", sagte Schulleiterin Waltraud Fröchte. Dann legen die Schüler los: Mit lautem Knall zerplatzen zwei mit einem Gasgemisch gefüllte Luftballons, ein 50-Euro-Schein verbrannte und taucht unversehrt wieder auf, Oberstufenschüler Johannes Bartsch führt die Raketenstation von Schilda vor, die aus zwei Teebeuteln besteht, die auf zwei umgestülpten Gläsern stehen. Wider Erwarten steigen die "Raketen" schließlich doch auf. Hüseyin Yildirim aus der Jahrgangsstufe 13 führt perfekte Seiltricks vor, sein Mitschüler Lukas, der in Fischeln bei der Jugendfeuerwehr dient, zeigt Wunderkerzen, die unter Wasser weiterbrennen. Zwei Schülerinnen spielen Ball mit Lichtern, Lukas zeigt perfekte Kartentricks und Hüseyin lässt tief in die Trickkiste der Hütchenspieler blicken.

Die Schüler absolvieren ihr Programm selbstbewusst, ohne Lampenfieber und technisch perfekt.

Otmar Sprothen, RP-Online, 21.12.12