Furiopolis "Wildwanderlust"

Fünf Musikanten wie sie im Buche stehen – quietschvergnügt und ungestüm lassen sie allen Dünkel einfach links liegen und preschen, erfüllt von wilder Wanderlust, über die längst abgegrasten Wiesen des deutschen Liedguts. Dabei wühlen sie ganz mächtig Staub auf. Und dieser wunderbare Dreck vom Grund der Heimat – er schmirgelt schnell die alten Krusten von der Seele. Ein musikalisches Scharmützel jagt das nächste und selten ist die ausgelassene Freude ansteckender als heute. Wortlos erzählen turbulente Klangtumulte von laufenden Jägern und fleißigen Handwerkern, von blauen Bergen und weiß der Kuckuck was sonst noch alles. Es trötet, orgelt, zupft und rumpelt von tiefer Trauer bis zu höchstem Jubel, ja das ist ein ganz famoser Trubel, nicht allzeit aber oft in Dur, von Langeweile fehlt hier jede Spur.

Furiopolis ist die Erweiterung des Duos Furiosef zum Quintett.

Auch bei Furiopolis nehmen wir uns deutsche Volkslieder zur Brust und drehen sie musikalisch durch den Wolf. Was dabei herauskommt,  ist hoch interessante Musik im gesamten Spannungsfeld des Jazz: Latin, Free Jazz, Swing, New Orleans, Bebop. Das Ganze wird augenzwinkernd serviert mit einem Instrumentarium, das vom Entenlockruf bis zur Berimbau reicht. Furiopolis feierte beim Internationalen Jazzfestival in Viersen einen furiosen Einstand und hinterließ ein begeistertes und schmunzelndes Publikum. Mittlerweile gab es Auftritte bei zahlreichen internationalen Festivals und eine Tournee durch Madagaskar.

Die Besetzung:

Markus Türk  Trompete, Ventilposaune, Tenorhorn, Didgeridoo, Berimbau
Jan Klare Saxofone, Bassklarinette, Querflöte
Manfred Heinen  Piano, Akkordeon
Nils Imhorst Kontrabass
Tobi Lessnow  Schlagzeug, Percussion

Wir freuen uns auf den Auftritt der Gruppe am 26.01.15 um 15.30 Uhr in unserer Aula.