Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage

Gemütlicher Nachmittag für Asylsuchende

Am 12.12.2014 haben Schüler des Fichte-Gymnasiums in Kooperation mit dem Arndt-Gymnasium einen gemütlichen Nachmittag für Asylsuchende veranstaltet.

Vor Kurzem wurde bekannt, dass einige Asylsuchende aus verschiedenen Ländern in der Turnhalle gegenüber dem Fichte-Gymnasium untergebracht werden. Es ist leicht sich vorzustellen, wie die Situation für die Menschen dort sein muss: fern von der Familie, in einer neuen Stadt in einem komplett anderen Land, in einer kleinen Turnhalle mit anderen, ihnen fremden Menschen. Auch wenn wir nicht selbst dort waren, können wir uns gut denken, dass diese Lebenssituation sehr schwierig ist und dass diese Menschen, die teilweise auch Ärzte und Anwälte sind, Abwechslung brauchen, um neuen Mut zu fassen. Über einen Arndt-Schüler und dessen Mutter, die sich sehr um die Flüchtlinge kümmert, hörten wir, dass genau diese Beschäftigungslosigkeit ein Problem darstellt. Also haben wir uns gedacht, wir versuchen das Beste daraus zu machen und laden die Asylsuchenden zu uns in die Schule ein.

So kam es, dass SV-Schüler des Arndt- und des Fichte-Gymnasiums sich im Pavillon des Fichte-Gymnasiums trafen und aufbauten. Es gab verschiedene Tische, an denen verschiedene Sprachen (Französisch, Arabisch, Russisch und Englisch) gesprochen wurden. Dort konnten sich die Schüler und natürlich auch die anwesenden Lehrer mit den Asylsuchenden in der entsprechenden Sprache unterhalten. An jedem der Tische saß mindestens ein Schüler, der die Sprache beherrschte und als eine Art Dolmetscher fungierte, damit sich auch Lehrer und Schüler, die nicht der gesprochene Sprache nicht mächtig waren, mit den Asylsuchenden unterhalten konnten. Es gab etwas zu essen und zu trinken, Live-Musik am Klavier und viel Freude und Spaß. Auch Karten und andere Spiele konnten gespielt werden. Nach etwa zwei Stunden mussten wir uns von den Asylsuchenden, die teilweise auch beim Abbau geholfen haben, verabschieden. Es war eine kurze, aber sehr schöne Zeit. Es gab viel zu erzählen und zu lachen. Und für eine kurze Zeit konnte man den eigentlich eher traurigen Anlass des Treffens vergessen.

Gizem Gürbüz