Meet US: Fichte-Schüler im amerikanischen Generalkonsulat

Barack Obama hatte erst am Vortag seinen Amtseid in Washington abgelegt, als sich der Vertiefungskurs Englisch der Q1 am 22. Januar 2013 auf den Weg nach Düsseldorf machte, um dort im Rahmen des Programms Meet US die Vizekonsulin Sarah Glassburner-Moen zu treffen und mit ihr über aktuelle Geschehnisse zu diskutieren.

Kaum war die Gruppe am Konsulat unweit des Düsseldorfer Hauptbahnhofes angekommen, fiel die starke Bewachung, sowohl durch einen schwer bewaffneten Polizisten vor dem Eingang, als auch durch einen privaten Sicherheitsdienst, auf. Wie bei einer Kontrolle am Flughafen mussten alle Teilnehmer (auch die beiden begleitenden Lehrkräfte Fr. Schröer und Fr. Borges)  ihre Taschen im Foyer entleeren und sich auf Waffen und andere gefährliche Gegenstände hin untersuchen lassen. Doch damit nicht genug, denn es war allen Besuchern nur erlaubt, einen Stift und einen Block mit in die Räume des Konsulats zu nehmen, was zu regem Treiben vor den Schließfächern führte, welche für Besuchergruppen wie die unsere vorgesehen sind

In Kleingruppen von jeweils maximal fünf Personen ging es dann zu den eigentlichen Räumen des Konsulats in die elfte Etage des Gebäudes. Auch hier musste eine weitere Sicherheitsschleuse passiert werden, bevor die Gruppe auf Frau Tatzelt, die zuständige Konsulatsangestellte für Öffentlichkeitsarbeit, traf. Frau Tatzelt gab eine kurze Einführung in die Geschichte der Deutsch-Amerikanischen-Freundschaft und informierte die Gruppe über die über die Tätigkeitsfelder des Generalkonsulats und der angeschlossenen amerikanischen Handelskammer

Kurz darauf traf auch die sehr sympathische Vizekonsulin Sarah Glassburner-Moen ein, die das Gespräch übernahm. Die gebürtige Amerikanerin mit deutschen Wurzeln berichtete zunächst von ihrem eigenen beruflichen Werdegang, der sie schließlich im diplomatischen Dienst nach Düsseldorf führte und den Arbeitsbedingungen eines Diplomaten. Die Vizekonsulin schaffte es innerhalb kürzester Zeit, die Hemmungen der Schülerinnen und Schüler abzubauen und eine Diskussion in englischer Sprache zu führen, indem sie von ihren eigenen Erfahrungen als Austauschschülerin in Baden-Württemberg berichtete. Ab diesem Zeitpunkt entstand eine lebendige Diskussion, in der die Schüler ihre verschiedensten Fragen zu den USA, ihrer Politik, der Kultur und den Menschen stellen konnten. Besonders großes Interesse kam bei der Frage nach den amerikanischen Waffengesetzen und der Stimmung in den USA zu diesem Thema auf, insbesondere vor dem Eindruck des noch nicht lang zurückliegenden Massakers von Newtown, Connecticut, welches zuvor im Englischunterricht thematisiert wurde. Frau Glassburner-Moen gelang es, beide Seiten der Argumentation anschaulich darzustellen und auch ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Waffengesetze in den einzelnen Bundesstaaten durchaus strenger sind, als wir angenommen hatten. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto, auf welches sich auch der Papp-Barack Obama geschlichen hatte, musste sich die Vizekonsulin verabschieden und Frau Tatzelt versorgte uns zum Abschied noch mit kleinen US-Flaggen und Bleistiften.

In jeder Beziehung hat sich der Ausflug in das amerikanische Generalkonsulat gelohnt. Wir haben gute Gespräche führen, eine neue Perspektive auf einige Themen gewinnen können, welche sowohl Amerikaner als auch Deutsche beschäftigen, und unser Englisch auch in direkter Anwendung mit einer Muttersprachlerin testen können.