Training bei den Krefelder Pinguinen

Am 15.02.2011 nahm die von Herrn Wolfgang Hüskes geleitete Eishockey AG des Fichte-Gymnasiums in der Rheinlandhalle an einer Trainingseinheit der Krefeld Pinguine teil. Nach der normalen Trainingszeit der Pinguine erhielten die Schüler Tipps und Tricks der Profis erhalten unter der Leitung des Trainergespanns Rick Adduono und Reemt Pyka.

Schüler trainierten mit Eishockey-Profis

Angespannt und nervös verfolgten gestern Vormittag in der Rheinlandhalle die Schüler der Eishockey-AG des Fichte-Gymnasiums die letzten Minuten des Trainings der Krefeld Pinguine. Nach der Übungseinheit der DEL-Cracks gesellten sich die Schüler aufs Eis und absolvierten gemeinsam mit den Profis der Schwarz-Gelben unter der Leitung von Trainer Rick Adduono und dessen Assistenten Reemt Pyka einige Lauf- und Schussübungen. "Ich weiß nicht genau. Dafür war das Training zu kurz", antwortete Adduono hinterher auf die Frage, ob er das ein oder andere Talent entdeckt habe. Schul-Eishockey besitzt in Krefeld eine große und lange Tradition.

"Die AG des Fichte-Gymnasiums besteht nun schon seit über 30 Jahren", sagte Lehrer Wolfgang Hüskes, der seine 11 bis 20 Jahre alten Schüler trainiert. Mit Sarah Rosen ließ sich gestern auch ein Mädchen aus der fünften Klasse die Trainings-Sternstunde mit den Pinguinen nicht nehmen und freute sich über die Tipps und Tricks der DEL-Cracks. Lehrer Hüskes, selbst seit über 50 Jahren ein KEV-Fan, bedankte sich bei Adduono und dessen Team für die Einladung und wünschte den Pinguinen für den Rest der Saison viel Glück und Erfolg: "Ich hoffe, wir sehen euch im Finale." Die Fichte-Schüler drücken dafür jedenfalls käftig die Daumen. Mit der gestrigen Aktion festigten die Pinguine gutes Verhältnis zu den Krefelder-Schulen. Weitere Veranstaltungen, auch in den Schulen, sollen folgen.

Quelle: hgs, Rheinische Post, Sport Lokal, 16.02.11

Zittern vor dem ersten Schuss

Zu einer außergewöhnlichen Trainingseinheit traf sich in dieser Woche die Eishockey-AG des Fichte-Gymnasiums in der Rheinlandhalle: Die Schüler hatten die einmalige Gelegenheit, mit den Profis der Pinguine auf dem Eis zu stehen.  Trainer Rick Adduono gab den Hobbyspielern zahlreiche Tipps.

Wenn die Spieler der Krefeld Pinguine Rot und Gelb sehen, dann kennen sie normalerweise kein Erbarmen. Die Vereinsfarben des Erzrivalen aus Düsseldorf erwecken bei den meisten Profis noch mehr Ehrgeiz. Das ist an diesem Morgen ganz anders. Denn auch wenn die Trikotfarben denen der "Düssis" ähneln, stehen doch die "Fichte Flames" mit den Schwarz-Gelben auf dem Eis. An harte Checks, umkämpfte Zweikämpfe an der Bande oder kraftvolle Schüsse ist nicht zu denken.  Ganz im Gegenteil. Eher fürsorglich kümmern sich die Spieler um die Schüler des Fichte-Gymnasiums. "Ist doch klar, dass wir da nicht draufhauen", sagt Pinguine-Stürmer Philip Riefers mit breitem Grinsen im Gesicht unmittelbar vor der ersten gemeinsamen Übung.

Vorfreude und Nervosität

Zehn Minuten schon stehen Alexander Hellwich und seine Mitschüler hinter der Plexisglasbande und schauen zu, wie Herberts Vasiljevs, Daniel Pietta und Co. den lautstarken Anweisungen von Trainer Rick Adduono folgen. Nicht nur der Torhüter der "Flames" wartet ungeduldig darauf, dass es endlich losgeht. Als es schließlich soweit ist, sich die schwere Bandentüre öffnet, mischt sich unter die Vorfreude allerdings auch eine gehörige Portion Nervosität. Kein Wunder, stehen die "Flames" schließlich gemeinsam mit ihren großen Idolen auf dem Eis der Rheinlandhalle.  
Für Lehrer  Wolfgang Hüskes, der die Eishockey-AG des Fichte-Gymnasiums seit mittlerweile 32 Jahren leitet, ist selbst begeisterter Fan der Krefeld Pinguine. Sein erstes Spiel erlebte er vor weit mehr als 50 Jahren. "Damals verlor der KEV mit 3:5 gegen Bad Tölz", erinnert sich der Lehrer für Sport, Englisch und Spanisch noch ganz genau.
Dass seine Schützlinge nun einmal mit den Schwarz-Gelben trainieren dürfen, ist auch für ihn etwas ganz Besonderes. "Ich freue mich sehr, dass sich diese Kooperation realisieren ließ", sagt er.
Alexander Hellwich sieht inzwischen den 1,95 Meter-Hünen Justin Kelly auf sich zulaufen. Doch statt beim Anblick des bulligen Angreifers nervös zu werden, baut sich Alexander wie eine Wand auf - und hält den - zugegeben - recht zaghaften Schuss. Sein Selbstbewusstsein blitzte bereits kurz vorher auf: "Ich bin echt entspannt", sagte er noch ehe er den ersten Schuss parierte.
Diese Lockerheit mag auch damit zusammenhängen, dass der Termin erst recht spontan zustande kam. Viel Zeit zum Nachdenken blieb da nicht.
Pinguine-Coach Rick Adduono lobt die Fichte-Schüler übrigens unentwegt. Nach jeder Aktion gibt es von ihm ein "sehr schön". Auch Co-Trainer Reemt Pyka findet nur anerkennende Worte für die Leistung der Hobbyspieler. Und Philip Riefers, der während seiner Schulzeit selbst das Trikot der "Flames" trug, freute sich: "Das hat Spaß gemacht und viele Erinnerungen geweckt."
Nach der gut 20-minütigen Übungseinheit nehmen sich die Profis dann auch noch Zeit, um die Autogrammwünsche ihrer Trainingspartner zu erfüllen. Schließlich spricht Lehrer Wolfgang Hüskes das aus, was sich viele Krefelder wünschen: "Wir drücken euch die Daumen, dass ihr bis ins Finale kommt."

Quelle: Jörg Zellen und Jonas Gorgs, Extra-Tipp am Sonntag, 18.02.11