01.04.2011

Freiluftunterricht: Ökologisch sinnvoll!

Erster Freiluftunterricht bereits im Jahr 1987

Das Fichte-Gymnasium nimmt am Projekt "Öko-School 2011" teil.

Jedem Fichte-Schüler ist inzwischen klar, dass wir alle durch unser unökologisches Verhalten immer mehr Schuld an der Klimaerwärmung haben. Besonders in Schulen werden viele Unterrichtsräume unsinnigerweise beheizt, obwohl sie die meiste Zeit leer stehen.

Das Fichte-Gymnasium nimmt daher ab sofort an einem Pilotversuch "Öko-School 2011" des Landes NRW teil, bei dem ermittelt werden soll, wie man eine Schule umweltgerecht und preiswert betreiben kann.

Viele Klassenräume (zunächst etwa 20%) werden geschlossen und die restlichen Räume werden sodann durch ein Raumoptimierungsprogramm so benutzt, dass keine Räume mehr leer stehen. Die dadurch entstehen Verknappung der Nutzungsfläche wird dadurch kompensiert, dass in besonderen Blockstunden die Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend auf dem Schulhof unterrichtet werden. Das Fichte-Gymnasium kann dabei auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen, denn schon im Jahre 1987 (s. Bild) hat man erste Versuche gestartet, um neue Unterrichtsformen und –umgebungen zu testen. Der Großgruppenunterricht mit etwa 250 Schülerinnen und Schülern auf dem Schulhof im Schneegestöber war sehr erfolgreich und effektiv. Man benötigte nur wenige Lehrer, kaum Mobiliar und vor allem fielen keine Heizkosten für diesen Außenunterricht an. Sehr positiv war auch die gesundheitliche Förderung der Schülerinnen und Schüler: Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase gab es im Winter und im Frühjahr kaum noch Erkältungskrankheiten, da man sich nicht mehr überheizten Räumen aufhalten musste.

Als wir von dem neuen Pilotprojekt "Öko-School 2011" des Landes NRW erfuhren, waren wir direkt begeistert und vor allen deshalb sofort zur Teilnahme bereit, da die grauhaarigeren Lehrerinnen und Lehrer sich gut an den positiven Test vor fast einem viertel Jahrhundert erinnern können.

Direkt nach den Osterferien beginnt die Umstellung: Die Heizungen in den noch benutzten Räumen werden so eingestellt, dass es nicht wärmer als 17°C in den Räumen wird. Das wirkt wärmer als man denkt, wenn man zuvor an einem kühleren Tag am Freiluftunterricht teilgenommen hat.

Was bringt das Pilotprojekt?

Es bringt vor allem Einsparungen: Durch den Großgruppenunterricht, bei dem in jeder Blockstunde 250 Schüler unterrichtet werden, spart man zwei bis drei volle Lehrerstellen. Die Sparmöglichkeiten bei den Heizkosten sind enorm und man darf nicht unterschätzen, dass wir 20% weniger Mobiliar benötigen.

Nach einem Jahr werden wir Bilanz ziehen. Die Organisatoren des Projekts erhoffen Einsparungen im mittleren sechsstelligen Bereich, was man in Zeiten knapper Kassen nur begrüßen kann.

Wichtiger Hinweis: Dieser Text erschien am 01.04.11 als Aprilscherz unter "Aktuelles".