Book Crossing

"Ich bin frei! Ich wurde nicht verloren! Nimm mich bitte mich und lies mich! Hilf mir auf meiner Reise (Details im Buch)"

Diese und ähnliche Aufschriften lassen sich auf den Büchern finden, die seit einiger Zeit in unserem Oberstufenraum ausliegen. Und nicht nur da, denn hinter den komisch anmutenden Buchaufschriften steckt eine große und internationale Idee – Book Crossing. Doch was ist das überhaupt?

Die Book Crossing-Homepage, über die das Projekt abgewickelt wird, ging am 17. April 2001 online, und die Idee dazu kam von dem Amerikaner Ron Hornbaker. Zunächst gab es nicht allzu viele Menschen, die teilnahmen, doch seit Anfang 2002 hat Book Crossing große Ausmaße angenommen. Das System, nach dem das Ganze funktioniert, ist schnell erklärt: Jeder, der Bücher hat, die er nicht mehr braucht – gelesen oder ungelesen – kann sie, mit jeweils einer individuellen Book Crossing-ID im Einband und beliebig vielen anderen Markierungen wie zum Beispiel dem oben zitierten Text versehen an einem Ort auslegen, der ihm gefällt. Das ist bei uns der Oberstufenraum, genauso gut kann es aber auch ein Wartezimmer, ein Bahnhof, ein Restaurant etc. sein. Wichtig ist, dass viele Leute das Buch sehen. Wenn man ein Buch auf diese Weise "befreit" hat, dann trägt man das mit Orts- und Zeitangabe auf der offiziellen Homepage ein, sodass die Person, die es schließlich findet und mitnimmt, im Internet eintragen kann, dass sie es gefunden hat und wo sie es gefunden hat. Nachdem sie es gelesen hat, kann sie es schließlich erneut an einem Ort ihrer Wahl in die Freiheit entlassen. Dadurch, dass im Idealfall jeder Fund und jede Entlassung im Internet eingetragen werden, kann so die Reise des Buches durch die Welt verfolgt werden, denn jedes Buch ist auf Grund der eigenen ID eindeutig identifizierbar. Book Crossing gibt es in den USA, Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen anderen Ländern, und immer mehr Menschen nehmen daran teil.

Eine bessere und außergewöhnlichere Möglichkeit, die Bücher, die zu Hause in den Regalen verstauben, wieder einem guten Zweck zuzuführen, gibt es wohl nicht.

Mehr Infos zu Book Crossing und Erklärungen zu der genauen Vorgehensweise dabei gibt es auf www.bookcrossing.com (offizielle Homepage) und auf www.bookcrossers.de/bcd/home (deutsche Supportseite).

C. Schulz