Ina Spanier-Oppermann stellt sich Schülerfragen

Ina Spanier-Oppermann

Jugendliche haben keine Ahnung von Politik! "Stimmt!", denken Sie jetzt auch? Nein! Stimmt überhaupt nicht, wie die Neuntklässler unserer Schule am 27.10.16 in einer Fragestunde mit der SPD-Landtagsabgeordneten Ina Spanier-Oppermann überzeugend bewiesen.

Gespannte Blicke, aufgeregtes Gemurmel, eine gut besetzte Aula: Mit Spannung erwarteten die Schüler der neunten Klassen die Fragestunde und vor allem die Frau, die ihnen als Stadträtin und Landtagsabgeordnete Rede und Antwort stehen würde. Ina Spanier-Oppermann war auf Wunsch der Lernenden in unsere Schule gekommen, sind doch Stadt- und Landespolitik auch Gegenstände des schulischen Lehrplans.

Die Fragen waren entsprechend vielfältig. Themen wie G-8, Trump, Sexualisierung und Diskriminierung, Chancen und Probleme in der Flüchtlingspolitik wurden von Schülerseite aus angesprochen und im sachlichen Gespräch geklärt. Doch auch Frau Spanier-Oppermann interessierte sich für die Meinungen der Schüler, zum Beispiel über Politik und Politiker: "Ich habe Respekt vor Politikern, da es nicht einfach ist, immer einen Kompromiss zu einem Thema zu finden," stellte Lenny seine Position klar. Seine Mitschülerin Marlene ergänzte: "Seitdem ich Wirtschaft als Fach habe, beschäftige ich mich viel mehr mit Politik, eigentlich dachte ich immer, es geht mich nichts an, ich verstehe das sowieso nicht – aber Politik ist wichtig für alle, für die Schule, für die Stadt und für Deutschland." Dass es sich dabei nicht nur um Worthülsen handelt, zeigten z. B. kritische Äußerungen zu Parteiprogrammen populistischer Parteien, aber auch konkrete Nachfragen zu den politischen Erfolgen der SPD. Auch der Frage, warum der Landtag das Wahlrecht nicht auf 16 Jahre herabgesetzt habe, musste sich Frau Spanier-Oppermann stellen. Dies liege vor allem an der Sorge vieler Politiker, dass Jugendliche sich zu leicht durch Medien beeinflussen lassen würden, ohne kritisch zu hinterfragen.

So wurde ihr Schlusswort zum Aufruf an alle anwesenden Jugendlichen: "Ich sehe an euren Äußerungen und Fragen, dass ihr euch nichts vormachen lasst und kann nur sagen: Bleibt wie ihr seid! Fragt und lasst euch weiterhin nichts vormachen!"

Simone Wölke und Katrin Peters