Nixdorf MuseumsForum: Spannende Entdeckungstour

Im Rahmen einer Exkursion begaben sich fünf Schüler und Herr Heinrich am 05.07.17 in das weltgrößte Computermuseum, das Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn. Nach der Anreise und der Abgabe der Gepäckstücke nutzten wir die ersten 30-40 Minuten für einen Exkurs in die Grundlage aller modernen Rechner – die Mathematik. Dabei haben wir einige frühe Ansätze der Vereinfachung von Rechnungen sehen können.

Danach begann die Führung durch die restlichen Ausstellungsetagen durch ein Mitglied des Museumspersonals. Dabei gingen wir chronologisch vor und gelangten vom Einritzen kleiner Tontafeln bis hin zu den ersten mechanischen Rechengeräten. Diese haben alle eine funktionierende Nachbildung zu Demonstrationszwecken. Wir erfuhren außerdem, wie eine mit Lochkarten arbeitende Vorrichtung, welche anfangs zur Volkszählung gedacht war, Kinderarbeit in Baumwollfabriken verhinderte, indem sie dort einige Prozesse automatisch regelte. Weitere Fortschritte der Technik fanden sich im Zeitraum des zweiten Weltkrieges. Dort wurden Flugbahnen mit riesigen Rechenzentren kalkuliert und Nachrichten mit der berühmten Enigma verschlüsselt.

Mit der Zeit wurden Rechner immer kleiner und leistungsstärker, so dass wir uns relativ schnell bei dem ersten Heimcomputer, welcher noch ein Bausatz war, wiederfanden. Dieser nutzte Binärcodes und war in der Lage, Rechnungen durchzuführen. Eine übersichtliche Benutzeroberfläche war noch nicht vorhanden. Dies änderte sich mit der damals noch in einer Garage niedergelassenen Firma Apple. Die von ihr produzierten Computer waren für jedermann ohne allzu große Kenntnisse nutzbar und sie läuteten so die Ära der Personal Computer, wie wir sie heute kennen, ein. Bald kamen auch die ersten Spiele, die man damals noch aus einem Heft in den Computer eintippen musste. Einige davon konnte man als Besucher auch spielen.

Nach Ende der Führung hatten wir noch etwas Zeit, das Museum auf eigene Faust zu erkunden. Wir benutzten einen Flugsimulator, sprachen mit einem Roboter und ließen uns von einem Roboterarm, der einer Vorrichtung aus der Autoindustrie ähnelte, porträtieren. Nach Ende des vorgesehenen Zeitplanes begaben wir uns dann schließlich auf den Rückweg nach Krefeld.

Alan Dakhtler