Alles Mathe, oder was??

Das MOly-Wochenende 2017 in Wegberg

 

Bereits im November letzten Jahres tüftelten Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen der Krefelder Gymnasien und Gesamtschulen um die Wette. Sie hatten sich zuvor mit Erfolg durch die Schulrunde der Matheolympiade (MOly) gekämpft und trugen nun die Regionalrunde am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium aus. Durch Knobeln, Tüfteln und logisches Denken erreichten schließlich einzelne TeilnehmerInnen die Landesrunde, welche am 25.02.2017 in Steinhagen ausgetragen wird.

Doch zuvor hieß es für einige von ihnen: "Auf nach Wegberg."

Am Morgen des 3. Februar trafen sich 26 Krefelder Schüler und sechs Betreuer - darunter auch ein Schüler und ein Lehrer vom Fichte-Gymnasium - am Krefelder Hauptbahnhof und starteten in ein besonderes Wochenende.

Unser Ziel war die Jugendbildungsstätte St. Georg im ca. 30 km entfernten Wegberg, wo die Teilnehmer ein Wochenende voller mathematischer Spannungen erwartete.

Die Intention hinter diesem außergewöhnlichen Kurztrip im Rahmen einer überschulischen Maßnahme, welche freundlicherweise vom LV Mathematikwettbewerbe, Region Krefeld, ausgerichtet wurde, war die Vorbereitung der TeilnehmerInnen auf die Landesrunde der Mathematikolympiade.

Da sich die fachlichen Inhalte dieser Vorbereitung in erster Linie an Wettbewerbsaufgaben und (teils kniffligen) Problemstellungen orientierten, konnten die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise einen Blick über den Tellerrand des schulischen Unterrichts werfen. Leider kommen viele interessante Aspekte der Mathematik im täglichen Unterricht zu kurz oder werden aufgrund des zeitlichen Rahmens meist gar nicht behandelt.

In der Vorbereitung ging es jedoch weniger um einen Vorgriff auf Inhalte der folgenden Jahrgangsstufen, sondern vielmehr um die Beschäftigung mit typischen Wettbewerbsaufgaben, welche über das schulische Niveau hinausgehen, sowie um die Auseinandersetzung mit verschiedenen Strategien zur Bearbeitung und Lösung von Problemen.

Für die Arbeit in den Kursen wurden die Teilnehmer ihren Jahrgangsstufen entsprechend in Kleingruppen eingeteilt, so dass ein individuelles Eingehen auf die Schüler möglich war. In den 90-minütigen Kursen widmeten sich die Schüler verschiedenen mathematischen Bereichen, wie etwa der Geometrie, der Logik oder auch der Kombinatorik.

Als Abwechslung zum Denksport durfte natürlich auch nicht der Spaß am Spielen fehlen. Viele nutzten die freie Zeit für ein Fußball- oder Tischtennisspiel. Dank dem Engagement einer Betreuerin hatten die SchülerInnen die Gelegenheit, sich dem Erlernen des Tellerjonglierens oder dem nicht ganz unkomplizierten Umgang mit den "Devilsticks" zu widmen.

Die abendliche Freizeitgestaltung stand zur freien Verfügung.

Dabei ergab sich eine bunte Durchmischung von verschiedenen Gesellschaftsspielen, gemütlichem Zusammensitzen am Kamin und interessanten Gesprächsrunden zwischen Schülern und Betreuern.

Am Sonntagmittag hieß es schließlich Abschied nehmen und wir traten den Weg zurück nach Krefeld an. Auf der Rückfahrt war allen Beteiligten die Anstrengung der letzten drei Tage anzumerken.

Es wurden aber auch viele positive Eindrücke gesammelt, gemeinsame Interessen entdeckt und neue Freundschaften geschlossen.

Für einige Teilnehmer war es nicht die erste Teilnahme an einem Krefelder Mathematik-Wochenende. Sie haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich durch die Stadtrunde gekämpft und schließlich zur Teilnahme qualifiziert.

Es ist daher umso trauriger, dass einige von ihnen nicht mehr teilnehmen werden, da sie in diesem oder nächstem Jahr aus dem Schulleben ausscheiden werden.

Für den Rest von ihnen hieß es … "Es hat Spaß gemacht.  Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder."

M. Heinrich

Link: www.mathematik-olympiaden.de