Goldabitur: 1966

Ostern 1958, als Eltern monatlich noch 20 DM Schulgeld für den Besuch einer höheren Schule zahlen mussten, schafften nach bestandener Aufnahmeprüfung 147 Viertklässler den Übergang von der Volksschule in die drei Sexten des Fichte-Gymnasiums, das noch eine reine Jungenschule war ( Sexta A - 52 Schüler, B - 47, C - 48). Aus der A bekamen 8 ½ Jahre später 15, aus B und C, die in der Obersekunda zusammengelegt worden waren, ebenfalls 15 am 6. November 1966 von OStD W. Kuypers das Reifezeugnis ausgehändigt. Insgesamt schafften es also 30 von 147, die Schule ohne Ehrenrunde zu durchlaufen, wobei die Zahl derer, die es mit einem Jahr Verspätung schafften, verschwindend gering war. Und daran war nicht die in den Jahren 1966/67 erfolgte Umstellung des Beginns des Schuljahres von Ostern auf das Ende der Sommerferien schuld, die unsere Schulzeit um ein halbes Jahr verkürzte. Höhepunkte der Schulzeit waren die ab Quarta (Kl. 7) jährlich stattfindenden Aufenthalte auf der schuleigenen Burg Bischofstein an der Mosel sowie in der Unterprima eine Klassenfahrt zur Partnerschule nach Leicester. Dank der in den 60er-Jahren sehr lebhaften Musikszene in Krefeld, zu der auch "schuleigene" Bands wie die Quatermasters gehörten, traf man sich bei deren Konzerten und organisierte Tanzabende für die Klasse. Sportlicher Höhepunkt war für einige die Nordrhein-Westfalen-Meisterschaft im Feldhandball, die das Fichte-Gymnasium 1966 errang. Nach dem Abitur wurden die meisten zum Wehrdienst eingezogen. Der Kontakt untereinander blieb auch durch Treffen auf der geliebten Burg und im Rahmen des 1987 gegründeten Ehemaligenvereins des Fichte-Gymnasiums erhalten, dem zwölf der 20 Jubilare heute noch angehören.

Zur Erinnerung an unser Treffen am 05.11.16 bekommt die Schule eine neue Fahne für den Burgturm, auf dem traditionellerweise eine Krefelder Fahne weht.

Wolfgang Hüskes