Schweißtreibende Exkursion im urbanen Dschungel

Stadtgeographische Exkursion des EK-LKs nach Düsseldorf

Am 23. Juni 2016 führte der von Herrn Schüller geleitete Erdkunde-Leistungskurs der Stufe Q1 bei schweißtreibenden 32°C eine ganztägige Exkursion in der Düsseldorfer Innenstadt durch, die am Hauptbahnhof begann. Zunächst wurde das Umstrukturierungsprojekt am Betha-von-Suttner-Platz besichtigt und dann das Umfeld des Deutsch-Japanischen-Centers an der Immermannstraße. Ein kurzer Weg durch einen Teil des Hofgartens führte die Gruppe danach zur neuen U-Bahn-Station der Wehrhahnlinie an der Schadowstraße. Nach der Besichtigung des beeindruckenden Bahnhofs nahm die Gruppe eine U-Bahn bis zum Graf-Adolf-Platz und von dort ging es in den Medienhafen, ein weiteres, interessantes Umstrukturierungsgebiet mit recht unterschiedlichen architektonischen Überraschungen: u.a. Gehry-Häuser, Colorium, Roggendorf-Haus mit den Flossis, Hyatt Regency, Sign!

Über die vor zwei Jahrzehnten fertiggestellte Rheinuferpromenade führte der Exkursionsweg vorbei am Stadterhebungsmonument in den historischen Kern der Stadt (Altstadt), wo ebenfalls viele Beispiele von positiven Sanierungsbeispielen zu finden sind, u.a. im Andreas Quartier.

Nach einer kurzen Mittagspause, in der neue Kräfte gesammelt werden konnten, erfolgte die kritische Betrachtung neuer und älterer Projekte im Großraum der Königsallee, wobei natürlich der von Daniel Libeskind entworfene Köbogen I nicht fehlen durfte. Weitere Malls wurden dann besichtigt: Schadow Arcaden, Kö Center, Sevens, Kö-Galerie und Stilwerk. Leider wurden einige Malls in jüngster Zeit durch tiefgreifende bauliche Maßnahmen ein wenig verunstaltet, was vor allem deutlich wird, wenn man sich mal ältere Fotos anschaut von der Zeit vor dem Umbau.

Schließlich besuchte die Gruppe das schon vor langer Zeit sanierte WZ-Center und untersuchte die Sanierungsmaßnahmen im Umfeld des Carsch-Hauses.

Die Exkursion beschäftigte sich also vorrangig mit Sanierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen, jedoch wurden auch die funktionale Differenzierung, die Citykennzeichen und die Cityabgrenzungsmethoden berücksichtigt.

An den verschiedenen Standorten wurden von einzelnen Gruppen vorbereitete Referate gehalten, die Hintergrundinformationen boten zu den erlebten stadtgeographischen Objekten.

Die Hin- und Rückfahrt ließen die Gruppe die Unzulänglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs spüren, die durch wirklich erhebliche Verspätungen und vollgestopfte Züge und Bahnen deutlich wurden.

Trotz dieser negativen Erfahrungen war insgesamt die originale Begegnung, die durch diese Exkursion ermöglicht wurde, ein wichtiger und erkenntnisreicher Baustein im Rahmen des Stadtgeographiekurses.